Gesundheitsstudie

Lebensumfeld statt Labor

Genug Kraft in den Händen? Auch das wird im Rahmen der Gesundheitsstudie "Nationale Kohorte" gemessen. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und NRW- Wissenschaftsministerin Svenja Schulze kamen zum Auftakt in die Essener Uni-Klinik.
Genug Kraft in den Händen? Auch das wird im Rahmen der Gesundheitsstudie "Nationale Kohorte" gemessen. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und NRW- Wissenschaftsministerin Svenja Schulze kamen zum Auftakt in die Essener Uni-Klinik.
Foto: WAZ FotoPool

Die Medizin entwickelt sich in Riesenschritten weiter. Noch nie waren die Diagnose-Geräte so ausgefeilt. Man kann das Innere des Körpers bis ins kleinste Detail durchleuchten – und doch fehlt oft eins: Die Erklärung, warum die Krankheit überhaupt entsteht. Krebs zum Beispiel.

Die Forschung im Labor hilft weiter. Doch auch sie löst nicht alle Fragen. Die groß angelegte Gesundheitsstudie, die gestern in Essen gestartet wurde, nimmt nun auch die Faktoren auf, die kein Labor erfassen kann: das Lebensumfeld der Menschen. Gerade bei der Entstehung von Krebs sind sich die Forscher einig, dass viele Faktoren zusammen kommen müssen, damit der Krebs ausbricht. Wer die Faktoren kennt, kann sie ausschalten.

Die Wissenschaft stellt mit dieser Studie auch den Menschen, nicht nur die Krankheit, ins Zentrum. Schon das ist ein großer Fortschritt.

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