Kinderwahlrecht diskriminiert
03.01.2013 | 15:24 Uhr 2013-01-03T15:24:00+0100
Damit sie politisch Gehör finden, sollten Kinder nach dem Willen von Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) wählen dürfen. Die bisherige Altersgrenze sei „völlig unangebracht“, sagte Niebel der WAZ. „Wir müssen Kindern eine Stimme geben – und das auch bei Wahlen.“
Mit einem Kinderwahlrecht ist der Zoff in den Familien programmiert. Angenommen, ein pubertierendes 13-jähriges Mädchen findet die Piraten cool, ihr 15-jähriger Bruder sympathisiert mit der FDP, der 17-Jährige in seiner Anarchophase lehnt Wahlen ab, weil er alle Politiker doof findet, Mama ist ganz öko und macht ihr Kreuzchen bei den Grünen, während Papa strammer Anhänger der CDU ist. Welche Partei bekommt dann die Stimme der drei Kinder, für die ihre Eltern treuhänderisch abstimmen dürfen?
Vermutlich ist Niebels Vorschlag gut gemeint, um den Blick in der Gesellschaft verstärkt auf das Kinderwohl zu lenken. Dabei unterstellt er aber, dass sich nur Eltern aufgrund ihrer unmittelbaren Betroffenheit für Kinder- und Familieninteressen einsetzen. Das ist diskriminierend, weil auch gewollt oder ungewollt Kinderlose gesamtgesellschaftliche Verantwortung jenseits ihrer ganz persönlichen Interessen bei ihrer Stimmabgabe tragen können. Es verwundert, dass ausgerechnet ein Liberaler einen Vorschlag zum Wahlrecht macht, der individuelle Lebensentwürfe des einen belohnt und des anderen bestraft.
14:29
Wundert mich nicht, daß der Vorschlag von der FDP kommt. Wenn die Wähler schwinden, müssen neue Felder beackert werden.
Der Vorschlag kommt nicht von der FDP.
Wurde schon vor vielen vielen Jahren de SPD vorgeschlagen - und wurde
abgelehnt.
Danach anderen Parteien - genauso wie andere Vorschläge.
Die Damen und Herren (Mehrheit) hatte u. hat kein Interesse an Problemen, Zukunftsängsten,... der Bürger/innen u. schon gar nicht an Vorschlägen zur Verbesserung.
Da muß schon gesponsert und "Ge-Pöstchen" u. gespendet werden.
12:13
Die Idee von Kinderwahlrecht und Familien-Splittung kommen nicht von Niebel und Co.
Waren anders gemeint, wie jetzt dargestellt.
Familien-Splitting - wurde vor ca. 14 Jahren gesagt - ist zu teuer.
Abschaffung der Steuerklasse 2 aber in Ordnung.
Kinder sind schlauer und gebildeter, und da wo es fehlt, da muß die Schule bessere
Bildung und Information bieten.
Nicht Verdummung. 1.-Stimme für Wunschkandidaten und 2.-Stimme für FDP.
Masche von FDP-Lehrern.
09:46
wenn Kinder wählen dürfen, werden sich sicher neue Parteien etablieren:
"die Chiller"
"Playstation-Partei"
"Bündnis Kiffer/Koma-Säufer"
und als Gegenspieler:
"neue Deutsche Jung-Spießer"
08:36
Welches Kind interessiert sich bitte für Politik? Die wählen dann doch sowieso das was Mama und Papa wählen weil sie keine Ahnung haben. - Falls sie ihr Stimmrecht überhaupt nutzen.
07:17
"Vermutlich ist Niebels Vorschlag gut gemeint, um den Blick in der Gesellschaft verstärkt auf das Kinderwohl zu lenken."
Boah, Herr Klümper! Mussten Sie das jetzt schreiben, weil Ihr Chef das so wollte - oder sind Sie tatsächlich so naiv?
22:47
Da geht es doch mit Sicherheit nicht um Kinder - bei einer Partei, die durch ihre mit der Spekulationskrise 2008 gescheiterte marktradikale Politik - Herr Rösler hat es immer noch nicht gemerkt - belegbar zur Kinderarmut beigetragen hat!
Die negative Glaubwürdigkeit von Herrn Niebel beweisen dabei zwei harte Fakten: Das Ministerium, dem er nun als Minister vorsteht, wollte er eigentlich abschaffen (es gibt kaum eine bessere Clown-Nummer!!), jetzt dient es ihm dazu, liberale Parteifreunde mehr verdienen zu lassen - durch ausgesprochen merkwürdige Beförderungen.
Wo bleibt da die kritische Presse?? Das wäre ein sozusagen ein Dauer-Thema, nicht aber diese PR-Nummer a lá Regenbogenpresse.