Keine Furcht vor Automaten

Die wettbewerbsrechtliche Klage der Bäcker richtet sich gegen eine Aldi-Werbung, in den Filialen werde frisch gebacken.
Die wettbewerbsrechtliche Klage der Bäcker richtet sich gegen eine Aldi-Werbung, in den Filialen werde frisch gebacken.
Foto: Stefan Sauer/dpa/Archiv

Gebacken oder gebräunt? Der Streit zwischen dem Bäckerhandwerk und Aldi Süd hat schon groteske Züge. Seit vier Jahren müssen sich damit Richter beschäftigen. Am Ende entscheiden ohnehin die Verbraucher, ob sie Brot und Brötchen aus dem Automaten wollen oder nicht.

Ein mögliches Urteil wird den Kunden ziemlich egal sein, auch wenn Aldi Süd den Backofen nicht mehr Backofen nennen dürfte.

Die Verbraucher wissen, dass ein Brötchen aus dem Automaten bei Aldi, Lidl oder sonst wo nicht die Qualitätsstandards erfüllt, die sie vom Bäcker kennen. Dafür sprechen schon die Preisunterschiede. Von daher muss das Handwerk die Automaten-Konkurrenz auch gar nicht fürchten.

Wer Qualität will und sie sich leisten kann, geht weiterhin zum Bäcker.

Das Geschäft ist ohnehin im Wandel begriffen. Der Absatz von Brot ist aus unterschiedlichen Gründen rückläufig. Dafür gehen immer mehr Snacks und Coffee to go über die Ladentheke des Bäckers. So wächst der Umsatz der Branche stetig, obwohl viele kleine Betriebe sterben.

Den Markt werden auch Richter nicht regulieren.