Tourismus

Keine Aufregung, liebe Urlauber

Die spanischen Inseln sind mit dem Tourismus reich geworden. Der Preis, den die Umwelt über Bodenversiegelung, Müll und Wasserverbrauch zahlt, ist hoch. Dass Politiker nun laut über Steuerung nachdenken, ist ihr Job.

Viel spricht aber dafür, dass es beim Denken bleibt. Ihre Vorgänger haben es in blinder Gier versäumt, die Hotel­bauwut zu zähmen. Und dass Mallorca 25 Golfplätze anbietet, spricht auch nicht für gesunde Regulierung.

Es gibt immer ein Limit für den Tourismus. Das setzt sich aus dem Angebot von Flügen und Unterkünften zusammen. Daran wird die Politik nicht kratzen, weil sie Existenzen nicht im Handstreich zerstört. Ihre Waffe, um Touristenströme zu ­begrenzen, ist das Baurecht: Man muss ja nichts genehmigen.

Will sie indes die von ihr mit Recht kritisierte inflationäre Zunahme von „All inclusive“- Angeboten stoppen, die den Inseln wenig mehr bringen als Müll, wird sie sich mit Veranstaltern und Hotelketten anlegen müssen.

Wer nun aus den Überlegungen der Inselregierungen herausliest, sein Ferienziel werde demnächst wegen Überfüllung geschlossen sein, kann sich also beruhigen. Das wird natürlich nicht passieren.

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