Kein laues Lüftchen

Ein laues Lüftchen ist das nicht. Der Wind kommt von vorne. Tausende Einwände sind gegen das Windenergiekonzept Südwestfalen bei der Bezirksregierung in Arnsberg eingegangen. Sechs Mitarbeiter kämpfen sich durch den Wust der Widersprüche, setzen sich mit ihnen auseinander und geben eine Antwort. Jeder Einspruch verdient es ernst genommen zu werden, jede Kritik will hinterfragt sein.

Die Vielzahl der Vorbehalte zeigt: Die Windräder beschäftigen die Menschen. Mit Sorge sehen sie eine dramatische Veränderung des Landschaftsbildes. Windräder fressen Wald. 5000 Quadratmeter müssen allein für eine Anlage abgeholzt werden. Betonspargel so hoch wie der Kölner Dom an Stelle der Fichten: Das erweitert nicht den Horizont. Das tut weh. Nicht wenige Menschen haben Angst vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen und ziehen zu Recht die Wirtschaftlichkeit vieler Anlagen in Zweifel. Von der fehlenden Speicherkapazität der Windenergie nicht zu reden.

Zweifelsfrei, die Energiewende ist gesellschaftlich gewollt. Es gilt, sie mit den Menschen und nicht gegen sie zu verwirklichen. Auch wenn es der Quadratur des Kreises gleich kommt, die Interessen der Einheimischen und ihrer kommunalen Vertreter dürfen nicht vom Wind der Investoren und der hohen Politik verweht werden.