Islamisten in Deutschland

Kein Kampfplatz für Radikale

Jesiden protestieren in Herford nach einem Messerangriff von IS-Sympathisanten.
Jesiden protestieren in Herford nach einem Messerangriff von IS-Sympathisanten.
Foto: Ralf Bittner

Herford ist nicht Mossul, NRW nicht der Irak. Deutschland darf auch keine Arena werden für Auseinandersetzungen, die jenseits unserer Grenzen stattfinden und die uns doch nahegehen, weil viele Menschen der beteiligten Volksgruppen bei uns dauerhaft leben.

Von daher: Die Zusammenstöße in Ostwestfalen sind eine Warnung, radikale Tendenzen, die sich nicht nur gegen „Ungläubige“, sondern auch gegen jede westliche liberale Ordnung richten, rechtzeitig zu erkennen und auszutrocknen.

Es gibt Indizien, dass der Angriff auf einen von einem Jesiden geführten Kiosk in Herford durch die Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) gezielt geplant war und vielleicht als Blaupause für eine Welle von Hassattacken demnächst anderswo dient. Fundamentalistische Syrien- und Irak-Kämpfer sind zu allem entschlossen. Das zeigt der Anschlag auf das Brüsseler Jüdische Museum mit vier Opfern.

Die Innenminister überlegen, Anhängern der Terrorgruppen mithilfe der Passgesetze Ein- und Ausreisen zu durchkreuzen. Rechtlich ist das schwer. Ihre Isolierung von den Anführern in Syrien und Irak wäre aber ein erster, wichtiger Schritt.