Mobilfunk

Kein Grund zur Freude

Der nicht zuletzt dank Franz Beckenbauer bekanntgewordene Werbeslogan „o2 can do“ bekommt eine neue Bedeutung. Der bislang kleinste der vier großen Handynetz-Anbieter auf dem deutschen Markt kann sich mit der milliardenschweren Übernahme von E-Plus zur Nummer eins aufschwingen.

Was das für den umkämpften Handy-Markt bedeutet, lässt sich im Augenblick auch nur mit einem Beckenbauer-Wort beantworten: „Schau’n mer mal“. Wettbewerbshüter fürchten wahrscheinlich nicht ganz zu Unrecht, dass zukünftig drei statt bisher vier den Markt beherrschenden Konkurrenten langfristig zu weniger Wettbewerb und geringerem Druck auf die Verbindungspreise führen. Jedoch werden Jahre vergehen, bis o2 und E-Plus mit ihren unterschiedlichen Netzen zu einem Unternehmen verschmolzen sind.

„Ist denn schon wieder Weihnachten?“ frohlockte Werbe-Kaiser Beckenbauer einst für beide Provider. Für deren rund 10 000 Beschäftigten gibt es keinen Grund zur Vorfreude auf den neuen Riesen. Besonders in der Düsseldorfer Zentrale des Übernahmekandidaten E-Plus werden sich die Mitarbeiter ihre Gedanken machen. Kürzungen gehören zur Strategie solcher Übernahmen. Einschneidender Stellenabbau? O2 wird’s tun.

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