Kein Bachelor „light“

Es ist immer eine Gratwanderung, wenn mit Geld eine Leistung belohnt werden soll, die sich kaum messen lässt. Wie soll man bewerten, was gute Lehre ist und ob die Studienanforderungen den Maßstäben entsprechen? Ist am Ende ein Prämien-Absolvent ein Bachelor „light“?

Ob die Abbrecherquoten durch dieses Anreizsystem tatsächlich sinken, muss sich erst erweisen. Bisher wissen die Hochschulen wenig über die Gründe für einen Studienabbruch. Auch wer den Studiengang wechselt oder an eine andere Uni geht, gilt statistisch als Abbrecher. Wie viele an den Anforderungen oder an der Anonymität einer Massenuni scheitern, ist nicht bekannt.

Die Hochschulen habe es nun in der Hand, die zusätzlichen Mittel für eine spürbare Qualitätssteigerung einzusetzen. Sie können mehr Personal einstellen, Beratung, Begleitung und Betreuung verbessern. Die Hochschulen sind keine Durchlauferhitzer für eine möglichst hohe Zahl mittelmäßig qualifizierter Akademiker. Die Gefahr einer Niveauabsenkung ist ihnen nur zu bewusst. Daher werden sie alles tun, dies zu vermeiden.