Kalkuliertes Risiko

Was wir bereits wissen
Die Hagener Hundertwasser-Ausstellung soll sich in den nächsten Wochen und Monaten zu einem kulturellen Leuchtturm mit einer großen Strahlkraft weit über die Region hinaus entwickeln.

Die Hagener Hundertwasser-Ausstellung soll sich in den nächsten Wochen und Monaten zu einem kulturellen Leuchtturm mit einer großen Strahlkraft weit über die Region hinaus entwickeln. Das ambitionierte Projekt ist auf mindestens 60 000 Besucher ausgerichtet. Erst wenn diese Zahl überschritten wird, rechnet sich das ganze Unterfangen.

Dem chronisch klammen Stadtsäckel der Stadt Hagen kann diese Aufgabe - es geht immerhin um mehrere hunderttausend Euro - natürlich nicht zugemutet werden. Daher galt es, im planerischen Vorfeld nach einer kreativen Alternativlösung zu suchen. Gefunden hat man sie in einem privaten Partner, der drei Viertel des finanziellen Risikos übernommen hat.

Taifun Belgin, Direktor des Hagener Osthaus-Museums, ist demonstrativ zuversichtlich, dass das finanzielle Kunst-Abenteuer zu einem kulturpolitischen Paukenschlag werden wird. Bei entsprechendem Erfolg würde dann die Hundertwasser-Schau als wiederholbares Organisationsmodell gelten. Trotz aller Euphorie bremst der Museumschef allerdings zu hohe Erwartungen. Einen derartigen Ausstellungshöhepunkt wird es auch bei besten Besucherzahlen künftig lediglich alle paar Jahre geben. Und auch das kann nur bedeuten: Nichts wie hin ins Osthaus-Museum. Es lohnt sich wirklich!