Juden

Juden müssen sich sicher fühlen

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland zweifelt, ob es sinnvoll ist, sich durch das Tragen der Kippa als Jude zu erkennen zu geben.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland zweifelt, ob es sinnvoll ist, sich durch das Tragen der Kippa als Jude zu erkennen zu geben.
Foto:  Fredrik von Erichsen/Archiv

Wenn Josef Schuster, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, meint, es gebe Problemviertel in Deutschland, in denen Juden besser keine Kippa tragen, ist das mehr als ein Alarmzeichen. Es ist die bittere Beschreibung eines Zustandes, der unerträglich ist.

Juden gehören zu Deutschland. Sie müssen sich frei von jeder Angst zu ihrem Glauben bekennen können. Sie müssen Kippa tragen können, ohne darüber nachzudenken, welche Straße sie benutzen. Sie müssen sie selbst sein können. Immer. Jederzeit. Überall.

Dass die allermeisten Deutschen diese Sätze für eine Selbstverständlichkeit halten, darf nicht darüberhinweg täuschen, dass es Neonazis und radikale Muslime gibt, die nicht nur die Freiheit, sondern auch Juden hassen und bekämpfen. Zulassen darf man das nicht.

Niemals wieder sollten sich Juden in Deutschland verstecken müssen.

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