Jordanier müssen Farbe bekennen

Sadschida al-Rischawi, die wegen eines gescheiterten Selbstmordattentats in Jordanien im Gefängnis saß, ist hingerichtet worden.
Sadschida al-Rischawi, die wegen eines gescheiterten Selbstmordattentats in Jordanien im Gefängnis saß, ist hingerichtet worden.
Foto: Petra Jordan News Agency/Archiv
Was wir bereits wissen
Nach dem Mord an dem entführten Piloten will Jordanien Vergeltung und ließ zwei Terroristen hinrichten. Das Land muss sich entscheiden - für oder gegen die Anti-Terror-Allianz.

Es ist möglich, dass der jordanische König gestärkt aus dem Wahnsinn der vergangenen Tage hervorgeht und sein zerrissenes Land zusammenführt.

Die grausame Ermordung des jungen Piloten zwingt die Jordanier dazu, sich zu entscheiden – für oder gegen die mordenden Dschihadisten, für oder gegen die internationale Anti-Terror-Allianz, für oder gegen die Verteidigung ihrer Glaubenswerte. Den genau darum geht es.

Aber sicher ist der Erfolg des Königs nicht.

Keil in die Anti-TerrorAllianz

Die Brutalität der Terrormiliz soll Angst und Schrecken verbreiten und einen Keil treiben in die Anti-TerrorAllianz. Und das gelingt offenbar. Statt die Reihen zu schließen, ziehen sich die Vereinigten Arabischen Emirate aus der Koalition zurück.

Dabei ist es an der Zeit, dass die Muslime, wie es die jordanische Königin Rania kürzlich formulierte, von den Extremisten „ihre Geschichte und ihre Identität zurückerobern“.

Mit Hasenfüßigkeit geht das nicht.