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Internet erster und zweiter Klasse

17.07.2013 | 18:06 Uhr
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Der Aufschrei war groß, als die Deutsche Telekom bekannt gab, Volumengrenzen für ihre Internettarife einzuziehen. Die eigenen Produkte – wie das TV-Angebot Entertain – sollten allerdings davon ausgenommen werden. Jetzt bekommt der Konzern Rückendeckung von der EU-Kommission. Telekommunikationsanbieter sollen selber bestimmen können, mit wem sie wie Geschäfte machen.

Der Netzneutralität erweist die Brüsseler Bürokratie damit einen Bärendienst. Lässt die Kommission den Anbietern freie Hand, bedeutet dies das Ende der Gleichbehandlung aller Internetinhalte. Zur Begründung ihrer Position führen die Eurokraten eine ganz eigene Definition von Netzneutralität ein. Doch sie irren, wenn sie glauben, Nutzer hätten noch die freie Wahl, Inhalte und Informationen so zu nutzen, wie es bislang noch möglich ist.

Künftig wird es Menschen geben, die sich diese Inhalte noch leisten können – und solche, die das Geld dafür nicht haben. Ein Zwei-Klassen-Internet ist die Folge.

Sven Frohwein

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2013-07-17 18:06
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