Ins Mark getroffen

Terrorangriff auf eine Veranstaltung mit dem Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks und wenig später auf eine Synagoge. 2 Tote, 5 Verletzte. Mitten in Kopenhagen. Nicht nur Dänemark ist geschockt angesichts der perfiden Fortsetzung menschenverachtender Gewalt gegen Andersdenkende und Andersglaubende. Ganz Europa ist von dem Versuch ins Mark getroffen, den erst knapp fünf Wochen zurückliegenden Mordanschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo in Paris in der dänischen Hauptstadt zu kopieren.

Das Attentat unterstreicht noch einmal überdeutlich, wie wichtig eine eng verzahnte Zusammenarbeit der EU-Mitglieder in der Terrorbekämpfung ist. Wie wichtig aber auch eine europäische Bürgerinitiative zur Verteidigung demokratischer Grundrechte wie der Meinungs- und Pressefreiheit ist.

Nicht gerade hilfreich sind dabei die Reaktionen der politischen Führung Israels: Weder das wahlkampfgetriebene Kriegsgeplärr von Außenminister Lieberman noch die Ausreiseaufforderung von Regierungschef Netanjahu an die Adresse der Juden in Europa.