Siemens

Innovationen nicht aufs Spiel setzen

Frank Meßing
Frank Meßing
Foto: WAZ FotoPool

Nicht nur die Versorger hat die Energiewende kalt erwischt. Auch die Kraftwerksbauer leiden darunter. Nicht nur aus Deutschland bleiben die Bestellungen aus. Der Markt ist im Umbruch. Wenn Siemens seine Energiesparte nun umbaut, ist das sicherlich wichtig und richtig. Die Neuaufstellung kommt allerdings recht spät. Allzu lange hat der Konzern vornehmlich auf große Turbinen und Generatoren gesetzt. Im Angebot von kleinen und mittleren Anlagen, die den Trend zur dezentralen Energieversorgung aufgreifen, hat Siemens eine offene Flanke, die es zu schließen gilt.

Wenn das Mülheimer Werk, das für die ganz großen Maschinen ausgelegt ist, jetzt die Fertigung einiger Komponenten verlieren soll, bedeutet das tiefe Einschnitte. An der Ruhr sitzen aber auch riesige Entwicklungsabteilungen für die Dampfturbine und den Generator, die Siemens auf keinen Fall opfern sollte. Einige Hundert Ingenieure forschen nach Innovationen bei der Gasturbine. Sie sorgen dafür, dass Siemens seine Technologieführerschaft behält. Der Konzern muss gerüstet bleiben für die Zeit, wenn die politische Unsicherheit überwunden ist und die Konjunktur wieder anzieht.

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