In den sauren Apfel beißen

Kinder und Eltern prostestieren im Rathaus in Hattingen gegen die geschlossenen Kindergärten in der Stadt.
Kinder und Eltern prostestieren im Rathaus in Hattingen gegen die geschlossenen Kindergärten in der Stadt.
Foto: Walter Fischer

Die Eltern haben den Kaffee auf. Nach drei Wochen ohne Kinderbetreuung ist viel Fantasie bei der Unterbringung des Nachwuchses gefragt. Das strapaziert die Nerven von Groß und Klein.

Auch für die Erzieherinnen ist die Situation nicht leicht. Sie müssen auf dem Rücken der Kinder und Eltern um Anerkennung kämpfen – Spaß macht das bestimmt nicht.

Gewerkschaften und Arbeitgeber müssen ernsthaft verhandeln. Ohne große Kompromisse geht das nicht.

Lohnerhöhung von zehn Prozent ist nicht drin

Selbstverständlich ist keine Lohnerhöhung von zehn Prozent drin, die Hälfte wäre schon ein großer Erfolg. Auf jeden Fall wird das Ergebnis für die Kommunen bitter, sie müssen das Geld an anderer Stelle einsparen. Rücklagen aus der Streikzeit sollten sie dazu nicht nutzen.

Die Gebühren, die jetzt gezahlt werden, müssen zurück an die Eltern gehen. Alles andere wäre Abzocke. Es wird Zeit, in den sauren Apfel zu beißen – für beide Seiten. So auf jeden Fall kann es nicht weitergehen.