Im Kielwasser der Kanzlerin

Machten in Minsk die Nacht durch: Angela Merkel und Francois Hollande.
Machten in Minsk die Nacht durch: Angela Merkel und Francois Hollande.
Foto: Tatyana Zenkovich

Der Präsident beschwört die funktionierende Achse Paris – Berlin. Und er schwärmt damit zugleich vom durchschlagsstarken Duo Merkel – Hollande.

Der Friedensgipfel in Minsk hätte – das sollte der ansonsten so glücklose und gerupfte sozialistische Präsident der Grand Nation im übrigen einräumen – ohne das diplomatische Geschick, ohne die Kondition, ohne die Professionalität der deutschen Kanzlerin zu keinem Ergebnis geführt. Jedenfalls nicht zu diesem.

Insofern segelt der durch private und innenpolitische Desaster angeschlagene Hollande im Kielwasser der Kollegin, holt sich dabei auch ein wenig Politur, um auch außenpolitisch etwas Glanz aufzutragen – nachdem er nach den Terroranschlägen von Paris die Rolle des einenden Präsidenten gegeben hatte.

Das sei ihm gegönnt.

Fest steht zugleich, dass der Rest von EU-Europa die Führungsrolle Deutschlands und Frankreichs in zentralen Fragen ohne Murren längst akzeptiert hat.

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