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Höchstmögliche Sicherheit

02.06.2013 | 17:43 Uhr
Höchstmögliche Sicherheit
In Eschede starben 101 Menschen. Es war die folgenschwerste Katastrophe, die das Staatsunternehmen je getroffen hat.Foto: Holger Hollemann/dpa
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Verkehrsministerium, Bahn und Amt streiten hinter den Kulissen heftig, wie weit Sicherheitsvorsorge gehen darf – und wann Willkür beginnt, die dem Bahnkonzern schadet. Es ist im Interesse der Millionen, die mit der Bahn unterwegs sind, diesen Konflikt so bald wie möglich zu lösen.

In Eschede starben 101 Menschen. Das war heute vor 15 Jahren. Der ICE „Wilhelm Conrad Röntgen“ war damals nach einem Radbruch entgleist. Es war die folgenschwerste Katastrophe, die das Staatsunternehmen je getroffen hat.

Sensibilität für höchstmögliche Sicherheit ist umso wichtiger, wenn im Jahr 2013 Züge nicht mit Tempo 200 wie 1998, sondern mit 300 un­terwegs sind. Wenn das Eisenbahnbundesamt also strenge Maßstäbe anlegt, wie im Fall der 1200 Achsen, mit denen die ICE-3-Fahrzeuge nach einem Achsbruch in Köln 2008 nachzurüsten sind – ist es dann nicht nur seine Pflicht?

Das ist so. Nur muss jede Risikoabschätzung nachvollziehbar sein. Verkehrsministerium, Bahn und Amt streiten hinter den Kulissen heftig, wie weit Sicherheitsvorsorge gehen darf – und wann Willkür beginnt, die dem Bahnkonzern schadet. Es ist im Interesse der Millionen, die in Deutschland im immer noch sichersten Verkehrsmittel Bahn unterwegs sind, diesen Konflikt so bald wie möglich zu lösen.

Dietmar Seher

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