Kriminalität

Harte Strafen für falsche Vorbilder

Nach Ansicht der Polizei darf das Problem von "No-Go-Areas" nicht länger verdrängt werden.
Nach Ansicht der Polizei darf das Problem von "No-Go-Areas" nicht länger verdrängt werden.
Foto: Friso Gentsch / Archiv

Kriminelle Clans libanesisch-palästinensischer Herkunft sind längst zur Herausforderung für die Polizei geworden.

Berlin, Bremen, Essen, Duisburg: Kriminelle Clans libanesisch-palästinensischer Herkunft sind längst zur Herausforderung für den Rechtsstaat geworden. Experten sprechen von Mafia-ähnlichen Strukturen, Polizisten vor Ort sehen sich, wie jetzt wieder in Marxloh, oft genug großen Gruppen auf der Straße gegenüber, die nicht zwischen Recht und Unrecht unterscheiden, sondern nur zwischen „wir und die“.

Ermittlungen im Milieu sind kompliziert und kratzen daher oft nur an der Oberfläche. Die Polizei im Revier beteuert, die Lage im Griff zu haben, ihre Gewerkschaftsvertreter sehen das anders und schlagen Alarm: Mehr Personal, das klingt nicht originell, trifft es aber wohl.

Natürlich sind in den Clans nicht alle kriminell. Aber es gelingt nur mühsam mit sozialen Angeboten, die Sippenstrukturen aufzubrechen. Mitläufer hängen an falschen Vorbildern. Die gilt es, hart zu bestrafen.

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