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Handelsgiganten diktieren Preise

02.06.2013 | 17:35 Uhr
Handelsgiganten diktieren Preise
Die Discounter diktieren die Fleischpreise. Das Nachsehen haben mittelständische Metzgereien, die mit den Discountern nicht mithalten könnenFoto: Julian Stratenschulte/dpa
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Die Tiefpreise können sich große Discounter nur leisten, weil sie mit ihrer gewaltigen Marktmacht im Rücken die ohnehin schon knapp kalkulierten Erzeugerpreise drücken. Die neuerliche Rotstift-Aktion wird aber auch die anderen Handelsketten unter Zugzwang setzen, beim Fleisch ebenfalls an der Preisschraube zu drehen.

Wenn ein Discounter das Kilogramm Nackenkoteletts jetzt für 4,56 Euro anbietet, steht der Preis kaum noch in einem gesunden Verhältnis zu Kopfsalat und Kartoffeln, die dazu auf den Teller kommen. Dabei halten Ernährungsexperten den durchschnittlichen deutschen Fleischkonsum von 1,2 kg pro Woche ohnehin für viel zu hoch. Sie halten 400 Gramm für ausreichend.

Die Tiefpreise können sich große Discounter nur leisten, weil sie mit ihrer gewaltigen Marktmacht im Rücken die ohnehin schon knapp kalkulierten Erzeugerpreise drücken. Die neuerliche Rotstift-Aktion wird aber auch die anderen Handelsketten unter Zugzwang setzen, beim Fleisch ebenfalls an der Preisschraube zu drehen.

Kartellamtschef Mundt ist besorgt, dass sich vier Giganten 85 Prozent des deutschen Lebensmittelgeschäfts untereinander aufteilen und die Preise diktieren. Das Nachsehen haben mittelständische Metzgereien, die mit den Discountern nicht mithalten können. Und natürlich die großen Erzeuger. Sie müssen darauf achten, dass bei allem Preisdruck am Ende auch die Fleisch-Qualität stimmt.

Frank Meßing

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