Bob-WM

Gut für die ganze Region

Lake Placid, Cortina d’Ampezzo, St. Moritz, Königssee: In diese Liste reiht sich die Stadt Winterberg im Hochsauerland nach 20 Jahren erneut ein – als Austragungsort der Bob-Weltmeisterschaft. Nächste Woche geht es los mit den schnellen Abfahrten im Eiskanal. Sportler aus 30 Ländern reisen zu dem Wettbewerb an. Es ist ein sportliches Großereignis, das Winterberg, der dortige Bobsportclub und etliche Kooperationspartner gemeinsam ausrichten.

Die WM ist abseits des Sports ein Aushängeschild für eine ganze Region, die gerne als „größtes Wintersportgebiet nördlich der Alpen“ für sich wirbt. Die Fernsehbilder, die die Sender aus Winterberg ausstrahlen werden, dürften dies eindrucksvoll unterstreichen: Das Hochsauerland meldet aktuell beste Wintersportbedingungen; und in den Eiskanal wie in die Skigebiete rundherum ist in den letzten Jahren stetig investiert worden. Das dürfte sich jetzt auszahlen.


Denn damit kann eine Region, die lange im Vergleich belächelt wurde, einmal mehr punkten. Die Erkenntnis, dass Südwestfalen die drittgrößte Industrieregion Deutschlands ist, setzt sich mehr und mehr durch – sogar bis in die Bundespolitik. Jetzt erinnert sie an ihr anderes Gesicht und macht als Wintersportgebiet von sich reden. Beides tut gut – und ist gut.