Boomendes Südwestfalen

Grünes Land, ehrliche Arbeit

Der Ruhri sollte nicht allein zum Baden und Wandern nach Südwestfalen kommen.
Der Ruhri sollte nicht allein zum Baden und Wandern nach Südwestfalen kommen.
Foto: Rothaarsteigverein/B. Hänssler/dpa

Das industrielle Herz NRWs schlägt ausgerechnet dort, in Südwestfalen. Das ist nicht erst seit gestern so, aber kaum einer hat’s gemerkt. Klein, fein und bodenständig werkeln sie sich an die Weltspitze. Hier gibt es noch Menschen, die man einfach mögen muss: pfiffige Malocher.

Hand aufs Herz: Welches Bild hat der Ruhrgebietsbürger vom Sauerland? Es dürfte ein schiefes sein. Südwestfalen ist zwar in gut einer halben Stunde zu erreichen, doch die gefühlte Distanz ist größer.

Der Ruhri fühlt sich als großer, starker Bruder des Sauerländers. Er meint: Dort hinten, im Land der grünen Hügel und Wimpel, geht es provinziell zu. Die Luft ist feucht, der Winter kommt früh, die Leute sind eher einsilbig. Lustig wird’s nur beim Schützenfest. Wo aber spielt die Musik? Na klar, hier im Ruhrgebiet.

Und jetzt heißt es: Das industrielle Herz NRWs schlägt ausgerechnet dort, in Südwestfalen. Das ist nicht erst seit gestern so, aber kaum einer hat’s gemerkt. Klein, fein und bodenständig werkeln sie sich an die Weltspitze. Mit Schrauben, Türen, High-Tech-Lampen oder Bodenbelägen. Jede Marktlücke will gefüllt werden, und zwischen Siegen und Iserlohn gibt’s unendlich viele Nischen.

Der Ruhri sollte nicht allein zum Baden und Wandern kommen. Er findet hier noch Menschen, die er einfach mögen muss: pfiffige Malocher.

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