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Glückwunsch zum guten Abitur

27.12.2012 | 19:03 Uhr
Glückwunsch zum guten Abitur
Auf dem Weg zum Abitur sind Schüler motiviert wie nie. Foto: Jörg Koch/dapd
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Essen.  Klugheit schadet auf dem Weg zum Traum-Abi sicher nicht. Aber wenn ein Schüler die 1,0-Note schaffen will, braucht er vor allem Durchhaltevermögen – nicht nur in Mathe, Deutsch und Englisch, sondern auch in den Talentfächern Sport oder Musik. Dass nur ein bis zwei Prozent der Schüler dieses Ziel erreichen, zeigt, was für eine besondere Leistung ein Einser-Abi ist.

Klugheit schadet auf dem Weg zum Traum-Abi sicher nicht. Aber wenn ein Schüler die 1,0-Note schaffen will, braucht er vor allem Durchhaltevermögen – nicht nur in Mathe, Deutsch und Englisch, sondern auch in den Talentfächern Sport oder Musik. Dass nur ein bis zwei Prozent der Schüler dieses Ziel erreichen, zeigt, was für eine besondere Leistung ein Einser-Abi ist.

Wenn mehr Schüler zur Spitze gehören und weniger auf der Strecke bleiben, dann ist das eine gute Nachricht. Denn alles andere wäre angesichts der erheblichen Anstrengungen (mehr Lehrer, Förderunterricht, neue Methoden) verheerend.

Eines haben diese Aktionen in Kombination mit Turboabi und knappen Studienplätzen offenbar gebracht: Auf dem Weg zum Abitur sind Schüler motiviert wie nie. Sie haben gelernt, zu lernen. Für das straffe Bachelor/Master-Studium und für den Job ist das sicher nicht die schlechteste Voraussetzung.

Die Bemerkung aus der NRW-CDU, viele gute Noten entwerteten das Abitur, beleidigt die fleißigen Schüler. Denn sie haben angesichts der Chaos-Bildungspolitik der letzten zehn Jahre, für die auch die CDU verantwortlich war, nur ein dickes Lob verdient.

Birgitta Stauber-klein

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Kommentare
02.01.2013
18:01
Kein Glückwunsch zum oberflächlichen Kommentar!
von sichau1 | #3

Die bereits begründete Kritik kann nur deutlich unterstrichen werden.
Unkritisch das Turboabi lediglich zu nennen statt zumindest auf die damit verbundene Überforderung von Kindern und Jugendlichen hinzuweisen, ist ein weiterer Kritikpunkt.

Schließlich wäre das gesamte Setting der Benotungs-Untersuchung durchzugehen um letzlich valide feststellen zu können, ob die Leistungen im Vergleich zu weiteren (früheren) Untersuchungen auch tatsächlich besser sind; Zweifel sind angebracht, da es meines Wissens keine differenzierten Untersuchungsergebnisse gibt.

28.12.2012
16:01
Ein Kommentar hart an der Realität vorbei
von karlleokraus | #2

"Auf dem Weg zum Abitur sind Schüler motiviert wie nie. Sie haben gelernt zu lernen."
Entweder besuchen meine beiden Kinder ein atypisches Gymnasium oder sie beschreiben einen Aggregatzustand, von dem sie leider von keinerlei Kenntnis getrübt sind.
Macht aber nichts, sie befinden sich in "guter" Gesellschaft.

28.12.2012
14:20
Frau Stauber-Klein, bleiben Sie doch bitte sachlich statt derart unbegründet euphorisch
von PressefreiheitistVerantwortung | #1

Auch wenn ich es sehr begrüße, dass die WAZ endlich mal wieder positiv über Schule schreibt und viele Dinge bei weitem nicht so schlecht und pessimistisch sind, wie in der Öffentlichkeit diskutiert - es ist dringend nötig, dass Argumente in einer großen Tageszeitung auch wirklich solche sind - von einer Ressortchefin ganz besonders.
Beispiele aus Ihrem Kommentar, die zu hinterfragen sind:
1. Sport muss nicht in die Wertung eingebracht werden.
2. Musik in der Oberstufe ist eher ein analytisches Fach denn ein Begabungsfach.. Musik muss auch nicht zwingend eingebracht werden. Schüler können zwischen Musik, Kunst und oft auch Literatur wählen.
3. Worin sehen Sie den Beweis, dass Kinder endlich wieder Lernen gelernt haben? Die meisten Lehrer beobachten etwas anderes - nämlich, dass kaum überdauerndes Wissen vorhanden ist.
4. Können sie die Behauptung "mehr Lehrer" verifizieren?
5. Sie suggerieren, dass neue Methoden per se gut seien.
Viel Euphorie- nicht ganz so viel Substanz, leider!

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