Warnstreik

Gleiche Leistung, aber weniger Geld

Angestellte Lehrer wollen für ihre Leistung besser entlohnt werden.
Angestellte Lehrer wollen für ihre Leistung besser entlohnt werden.
Foto: dpa

Gleiche Leistung – unterschiedliche Noten. So etwas bringt Schüler auf die Palme. Nebenan, im Lehrerzimmer, ist ein vergleichbares Ungerechtigkeits-Erleben alltäglich. Gleiche Leistung – unterschiedlicher Lohn, das ist hier das Problem. Länder wie NRW haben eine Zwei-Klassen-Gesellschaft der Pädagogen geschaffen und müssen nun erleben, dass die Unzufriedenheit wächst. Das Ringen um mehr Gerechtigkeit bei der Entlohnung währt nun schon zehn Jahre. Ende offen.

In Sachsen sind fast alle Lehrer „nur“ angestellt, Berlin erhöht ihren Anteil immer mehr, in Bayern sind Lehrer noch üblicherweise Beamte, überdies besser bezahlt als ihre Kollegen im Rest der Republik. Das ist Föderalismus, wie ihn sich niemand wünschen kann, getrieben – je nach Haushaltslage – durch Sparzwänge oder den Hang, Pädagogen über Landesgrenzen zu locken. Wer solche Bedingungen schafft oder zulässt, sät Frust. Daraus sprießt die Bereitschaft zum Streik.