Igel-Leistungen

Geschäfte mit der Ahnungslosigkeit

Für den Arzt sind sie lukrativ, für Patienten teuer - und in den seltensten Fällen hilfreich: Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) bekommt etwa jeder zweite Patient von seinem Arzt angeboten.
Für den Arzt sind sie lukrativ, für Patienten teuer - und in den seltensten Fällen hilfreich: Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) bekommt etwa jeder zweite Patient von seinem Arzt angeboten.
Foto: Lars Heidrich

Es ist haarsträubend, was manche Patienten von ihren Ärzten berichten: Sie haben ihre Jacke noch nicht ausgezogen, da liegt schon eine Liste mit teuren Selbstzahler-Leistungen vor ihnen.

Ultraschall? Spritze? Operation?

Und alles klingt so, als könnte es sinnvoll sein. Doch das Wenigste davon ist nachweisbar nützlich, vieles im besten Fall nicht schädlich, einiges aber tatsächlich bedenklich.

Geschäft mit den Selbstzahler-Leistungen blüht

Das Geschäft mit den Selbstzahler-Leistungen macht inzwischen 1,3 Milliarden Euro aus – und der Markt wächst weiter.

Es ist ein Geschäft mit der Ahnungslosigkeit und der Angst. Viele Patienten bezahlen eine teure Früherkennung oder eine kostspielige Therapie, um sich auf der sicheren Seite zu fühlen.

Doch die wenigsten Bezahl-Leistungen liefern diese Sicherheit. Ärzte, die das verschweigen, untergraben das Fundament ihres Berufsstandes: das Vertrauen.

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