Politik

Gemeinsam schaffen wir mehr

Wie war Ihr 2014? Wir von der NRZ hoffen, dass es für Sie, liebe Leserinnen und Leser, und für all Ihre Lieben ein glückliches, erfolgreiches und gesundes Jahr war. Und natürlich wünschen wir uns, dass es in den kommenden Monaten so weitergeht. Auch deshalb: Lassen Sie es heute ruhig krachen, wenn Ihnen danach zumute ist. Genießen Sie, feiern Sie die letzten Stunden des alten Jahres. Laut oder besinnlich – egal, niemand muss am Silvesterabend ein schlechtes Gewissen haben, wenn er einfach mal seine Gefühle sprechen lässt. Die täglichen Sorgen kommen eh zurück, dies weiß jeder von uns.

Vielleicht kann man sie ja gemeinsam leichter ertragen. Das wäre doch ein Vorsatz für 2015, dass wir in unserem Land, in unserer Gesellschaft, in Nachbarschaft, Freundeskreis und Familie uns noch mehr kümmern. Um unsere Alten und Kranken, von denen so viele unsere Pflege brauchen, unsere Liebe sowieso.

Helfen wir auch den Fremden, die verstärkt kommen. Begrüßen wir sie offen, warum können wir nicht neugierig sein auf Neues? Die meisten von ihnen haben nicht freiwillig ihre Heimat verlassen, viele sind traumatisiert durch Vertreibung, Krieg und Gewalt. Gehen wir auf sie zu, heißen sie willkommen und geben dumpfen Vorurteilen und Ausländerhass von Beginn an keinen Raum. Integration, nicht in abgeschotteten „Ghettos“ , sondern mitten in den Familien, den Kirchen und Verbänden, muss gelebt werden. Tausendfach gehen Frauen und Männer auch an Rhein und Ruhr mit tollem Beispiel genau in diesem Sinne da voraus. Hut ab.

Ja, wir sind auch Fußball-Weltmeister geworden. Das war Freude pur im Sommer, ohne einen Hauch von falschem Nationalismus. Vier Wochen zeigten wir der ganzen Welt das herzliche und weltoffene Deutschland. Und dass genau dieses Land auch mal wieder Spenden-Champion war - großartig. Beeindruckend diese Hilfsbereitschaft. Denn auch viel Geld wird benötigt, für spontane und direkte Unterstützung vor Ort. Die Projekte der NRZ und der Caritas für die Flüchtlinge im Irak wären sonst nicht möglich gewesen. Dankeschön.

Auch 2014 waren Katastrophen, Kriege und Leid oft wieder unsere täglichen Begleiter. Wir Journalisten haben informiert, haben versucht aufzuklären und zu erklären. Seien Sie sicher: Manches zu zeigen, ist auch uns unendlich schwer gefallen. Aber wir werden unsere Rolle als unabhängige Medien weiter ernst nehmen, davon können Sie sich täglich überzeugen.

Auch in diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch und ein frohes 2015.

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