Für Gladbach ist die Europa League nur Randnotiz

Was gibt es Schöneres als einen Europapokal-Abend unter spanischem Sternenhimmel? Klar, einen siegreichen Europapokal-Abend unter spanischem Sternenhimmel. Falsch, denn für Borussia Mönchengladbach ist das Ergebnis des Europa-League-Spiels beim FC Sevilla nicht viel mehr als eine Randnotiz. Und das wäre es im übrigen auch geblieben, wenn die Elf von Trainer Lucien Favre das Duell mit dem Titelverteidiger nicht mit 0:1 verloren, sondern für sich entschieden hätte.

Während die Anhänger der Fohlen auf den Rängen eine dem internationalen Rahmen würdige Party feierten, dürften die Gedanken der meisten Klub-Funktionäre längst um ein weit weniger klangvolles Duell gekreist sein. Dreizehnter gegen Dritter – heißt es am Sonntag im „Fußballeralltag“. Bundesliga. Die Borussia muss beim kriselnden Hamburger SV ran und braucht die drei Punkte dringender als einen Sieg in der europäischen Holzklasse. Es gilt das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, das da „Champions League“ heißt. First Class. Die großen, prall gefüllten Fleischtöpfe.

Am Ende zählt Platz drei nach 34 Bundesliga-Spieltagen mehr als ein Triumph in der Europa League. Monetär. Im Fußball steht das inzwischen an erster Stelle. Die Holzklasse gilt nur auf den Tribünen etwas.