Fremdenfeindliches Denken - von Torsten Droop

Flüchtlingsunterkunft Burbach: Hier sollen Asylbewerber misshandelt worden sein.
Flüchtlingsunterkunft Burbach: Hier sollen Asylbewerber misshandelt worden sein.
Foto: Hendrik Schulz

In Hannover soll es ein Bundespolizist gewesen sein, in Burbach gleich ein Kreis von rund 50 Personen: Die Vorwürfe gegen die Verdächtigen wiegen schwer, sind doch die Opfer Menschen, die nach Deutschland kamen, um dem Elend und der Not in ihrer Heimat zu entkommen – und nicht, um neues Leid und neue Qualen zu erleiden.

Bestätigt sich der Verdacht, haben in Burbach auch Behördenvertreter geduldet, dass Flüchtlingen Gewalt angetan wird. Dies ließe nichts Gutes schließen auf die Gesinnung dahinter – kaltes, fremdenfeindliches Denken und die Überzeugung, dass die Menschen aus Afrika oder sonst wo eine solche Behandlung verdient und hierzulande letztlich nichts verloren haben. Zur Wahrheit gehört, dass die Situation in den Unterkünften angespannt ist und der Umgang mit vielen Bewohnern schwierig. Das mag strenge Regeln und Repressalien rechtfertigen, nie aber Erniedrigung und Gewalt.