Fifa liefert Beleg für Verdorbenheit

Die WM in Katar ist eine Herzensangelegenheit von FIFA-Präsident Blatter.
Die WM in Katar ist eine Herzensangelegenheit von FIFA-Präsident Blatter.
Foto: Walter Bieri

Dass die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 nicht – wie sonst immer – im Sommer, sondern in der Vorweihnachtszeit stattfinden soll, unterstreicht einmal mehr die ethisch-moralische Verdorbenheit der von Blatter angeführten Fifa.

Sie vermittelt hartnäckig den Eindruck, als gehe es ihr nicht in erster Linie um Fußball, sondern um Geld und Käuflichkeit.

Wie anders ist es sonst zu verstehen, dass man überhaupt auf die Idee kommen kann, die Fußball-WM in der Wüste austragen zu lassen, in einem Land, in dem es im Sommer unerträglich heiß ist, das keine Fußballtradition hat, in dem Menschenrechte mit Füßen getreten, Migranten auf den WM-Baustellen wie Sklaven ausgebeutet werden?

Dass Blatters Fifa offenbar bereit ist, die Nachteile für die europäischen Ligen finanziell auszugleichen, ist doch nur ein Beleg dafür, dass mit der Vergabe der WM an Katar deutlich mehr Geld „verdient“ worden ist und noch werden kann.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE