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Fantasie gefragt

16.01.2013 | 18:54 Uhr
Fantasie gefragt
Die vielen verkehrsgünstig gelegenen Möbelhaus-Baumarkt-Schuhgeschäft-Supermarkt-Ensembles den Niedergang der Innenstädte eher beschleunigt.Foto: Ulla Emig

Am Anfang steht der Selbstbetrug. Wenn ein Shopping-Center am Stadtrand geplant wird, reden sich Kommunalpolitiker gerne ein, dies werde auch die darbende City beflügeln. Irgendwie.

Wo Gewerbesteuern und Prestige locken, muss man sich eben manches Argument zurechtbiegen. Tatsächlich haben all die vielen verkehrsgünstig gelegenen Möbelhaus-Baumarkt-Schuhgeschäft-Supermarkt-Ensembles den Niedergang der Innenstädte eher beschleunigt.

Bei sinkenden Einwohnerzahlen und stagnierenden Pro-Kopf-Ausgaben verlieren Fußgängerzonen, Umwelt und die weniger mobilen Alten. Dass Rot-Grün nun über die Landesplanung die lokale Gedankenlosigkeit bei der Ausweisung immer neuer Gewerbegebiete beenden will, ist richtig. Damit ist es leider nicht getan. Parkplätze, Sortimente, Erreichbarkeit – für die Wiederbelebung der Innenstädte braucht es jedoch noch viel Gestaltungsfantasie.

Tobias Blasius

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