Es müsste keine Masern geben

Masern, Windpocken, Röteln – wir schaffen es einfach nicht, die "Kinderkrankheiten" aus der Welt zu schaffen.
Masern, Windpocken, Röteln – wir schaffen es einfach nicht, die "Kinderkrankheiten" aus der Welt zu schaffen.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Was wir bereits wissen
Nun grassieren mal wieder die Masern. Weil das mit dem Impfen so eine Sache ist. Müsste die Masern-Impfung Pflicht sein? Das wäre ein harter Eingriff ins Private, ausdehnbar auf viele Krankheiten. Besser ist die Einsicht.

Masern, Windpocken, Röteln – wir schaffen es einfach nicht, die „Kinderkrankheiten“ aus der Welt zu schaffen. Dabei wäre das durchaus möglich. Die Erfahrung lehrt: Wenn viele Menschen ihre Kinder impfen lassen (und sich selbst im Zweifelsfall auch), dann gibt es so gut wie keine neuen Fälle.

Nun grassieren mal wieder die Masern. Weil das mit dem Impfen so eine Sache ist. Manche haben Angst vor Nebenwirkungen, einige verzichten aus religiösen Gründen, die extrem Verantwortungslosen laden zur „Masernparty“. Und dann gibt es noch die, die einfach nicht an den Impfschutz denken. Alle zusammen schaffen es, dass die Masern ein Thema bleiben. Zu Lasten vieler. Müsste die Masern-Impfung Pflicht sein? Das wäre ein harter Eingriff ins Private, ausdehnbar auf viele Krankheiten. Besser ist die Einsicht, die im Gespräch mit dem Arzt, mit Eltern, mit Kollegen entsteht. Bei der Aufklärung sind alle in der Pflicht.