Fußball-Nationalelf

Es geht: Schön und erfolgreich

Darf man sich erfreuen an der Art, wie Deutschland Fußball spielt, ja zelebriert? Oder muss man verzweifeln an der Unfähigkeit, den Sinn des Spiels, den Sieg, zu erfüllen?
Darf man sich erfreuen an der Art, wie Deutschland Fußball spielt, ja zelebriert? Oder muss man verzweifeln an der Unfähigkeit, den Sinn des Spiels, den Sieg, zu erfüllen?
Foto: Oliver Lang/dapd

Worum geht es eigentlich beim Fußball? Um den Sieg oder um das schöne Spiel? So verläuft, holzschnittartig, die ewige Debatten-Linie. Das spektakuläre 4:4 der deutschen Nationalelf hat diese Diskussion wieder mit Leben erfüllt.

Darf man sich erfreuen an der Art, wie Deutschland Fußball spielt, ja zelebriert? Oder muss man verzweifeln an der Unfähigkeit, den Sinn des Spiels, den Sieg, zu erfüllen? Den Glaubenskrieg, ob Ästhetik oder Ergebnis vorrangig sind, gibt es seit ewigen Zeiten. Viele Nationen kennen das Phänomen; die Niederländer etwa, seinerzeit brillant, leiden bis heute an ihrer finalen WM-Niederlage 1974 – gegen Deutschland, natürlich.

Im deutschen Klima, beherrscht von den Kerngrößen Effizienz und Resultat, wird diese Diskussion leicht tumb: zum Entweder–oder. Dabei gibt es kein Gesetz, in dem steht, dass sich Attraktivität und Erfolg gleichsam ausschließen. Es gibt sogar eine Mannschaft, die das seit Jahren paart: Spanien. Der Welt- und Europameister ist das fußballerische Vorbild. Der Weg dahin ist für die deutsche Elf noch weit – aber immerhin: Es gibt ihn.

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