Schulsport

Erst mal in Ruhe die Fragen klären

Weil an Grundschulen viele Lehrkräfte Sport unterrichten, die weder ein entsprechendes Fachstudium noch andere Lizenzen vorweisen können, sind die Schulleitungen verunsichert.
Weil an Grundschulen viele Lehrkräfte Sport unterrichten, die weder ein entsprechendes Fachstudium noch andere Lizenzen vorweisen können, sind die Schulleitungen verunsichert.
Foto: WAZ FotoPool

Wenn wichtige Fragen ungeklärt im Raum stehen, scheint es ratsam, sie in Ruhe zu beantworten und dann erst den Erlass in Kraft treten zu lassen.

Wenn der neue Erlass zum Schulsport in NRW für so große Irritationen sorgt, dass Schulleitungen ernsthaft darüber nachdenken, ab sofort gar keinen Sportunterricht mehr anzubieten, ist etwas gewaltig schiefgelaufen.

Wenn wichtige Fragen seit Wochen ungeklärt im Raum stehen, scheint es ratsam, diese Fragen erst in Ruhe zu beantworten und dann erst den Erlass in Kraft treten zu lassen. Stattdessen kursiert in den Lehrerzimmern nun der Rat, Sport durch „Bewegungsspiele“ zu ersetzen.

Bei dieser Gelegenheit wird deutlich, wie alltäglich der „fachfremde“ Unterricht in NRW ist. Natürlich nicht nur im Sport. Es ist eben nicht selbstverständlich, dass ein „echter“ Mathelehrer Mathe und ein „echter“ Physiker Physik unterrichtet.

Oft muss das eben der Kollege von der „Chemie“ übernehmen. Das Problem ist viel größer als die Frage, ob ein Sportlehrer einen Übungsleiterschein braucht oder nicht.

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