Windkraft

Energiewende mit Augenmaß

NRW droht beim Ausbau der Windkraft dramatisch ins Hintertreffen zu geraten.
NRW droht beim Ausbau der Windkraft dramatisch ins Hintertreffen zu geraten.
Foto: Julian Stratenschulte

Wer hierzulande neue Energiequellen anzapfen will, dem ist Widerstand gewiss. Vielleicht sind die Menschen weitere Verschandelungen einfach leid.

Ob neue Stromtrassen, Windräder oder das bei vielen Menschen so verhasste Fracking: Wer hierzulande neue Energiequellen anzapfen will, dem ist heftiger Widerstand gewiss – ganz gleich, wie ökologisch die Sache ist. Oberflächlich betrachtet liegt Umweltverträglichkeit offenbar im Auge des Betrachters. Und: Die Energiewende ist herzlich willkommen – aber bitte nicht vor der eigenen Haustür.

Dennoch: Die weit verbreitete Sorge vor unliebsamen Folgen des an sich ja populären Umbaus unserer gesamten Energieversorgung auf erneuerbare Kraftquellen kann man verstehen in einem Bundesland, das schon viele Narben in seiner Topographie davongetragen hat, weil es mit seinen Bodenschätzen immer wieder die deutsche Wirtschaft befeuern durfte. Vielleicht sind die Menschen an Rhein und Ruhr weitere Verschandelungen einfach mal leid.

Auch der Revierbürger möchte bei seinem Kurzurlaub im Sauerland lieber auf Fichten blicken als auf einen Wald voller Windräder. Im Rausch der Energiewende sollte der Politik das Augenmaß also nicht verloren gehen.

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