Endlich "echte" Königsklasse

Max Meyer und der S04 treffen am Mittwoch auf Real Madrid in der Champions League.
Max Meyer und der S04 treffen am Mittwoch auf Real Madrid in der Champions League.
Foto: getty

Essen.. Mehr als 275 Millionen Euro an Prämien hat die Uefa allein als Antrittsprämien an die Teilnehmer der Champions League ausgeschüttet. Ein Vielfaches hat sie eingenommen. Warmer Regen für die Klubs, doch mittlerweile sind viele der 96 Spiele in Runde eins der „Königsklasse“ nur noch eine kalte Dusche für die Zuschauer. Die Konsequenz eines aufgeblasenen Wettbewerbs.

Für kleine Klubs aus schwächeren Ligen ist es fantastisch, sich auf der großen Fernseh-Bühne mit den besten Vereinsmannschaften der Welt messen zu dürfen. Doch allzu oft weicht die große Freude schon nach wenigen Minuten der großen Demütigung. 14 Gegentore hat sich Bulgariens Vertreter Ludogorez Rasgrad in sechs Partien eingefangen, 19 der türkische Serienmeister Galatasaray Istanbul. 0:6 ging NK Maribor beim FC Chelsea unter; 0:7 unterlag BATE Borisov dem „brasilianischen“ Vertreter aus Donezk – und unterlag im Rückspiel 0:5. Spannend ist anders.

So beginnt der Wettbewerb eigentlich erst heute mit dem Achtelfinale. Wenn dann tatsächlich die besten Teams des Kontinents damit beginnen aufeinanderzutreffen. Mehr Reiz könnte der Wettbewerb nur bekommen, wenn es weniger als acht Gruppen à vier Teams gibt. In der Uefa gibt es Reformer wie Präsident Michel Platini. Der forderte schon mehr als einmal die Erweiterung auf 64 Teams. Es geht eben nicht um Spannung, sondern um königliche Einnahmen.