Einer wie Franz Müntefering
23.09.2012 | 18:29 Uhr 2012-09-23T18:29:00+0200
Franz Müntefering hat einmal von sich selbst gesagt, er könne nur kurze Sätze. „Opposition ist Mist“, ist so ein legendärer Satz. Und auf einem SPD-Parteitag verkündete er mal: „Partei gut, Fraktion gut, Glückauf!“ In beiden Fällen war damit alles gesagt.
„Münte“, der knorrige Sauerländer, der 2013 also von der politischen Bühne abtreten will, ist seit jeher ein Freund der klaren Sprache. Die politische Schwadroniererei etwa eines Wolfgang Clement, mit dem er sich in NRW oft und gern kabbelte, ist ihm ein Graus. Er, der so ziemlich jeden Job gemacht hat, den die SPD zu bieten hat, versteht sich als Parteisoldat – aber wenn ihm etwas gegen den Strich geht, kann er stur sein. Als 2005, Müntefering war Parteichef, sein Favorit als Generalsekretär durchfiel, trat er selbst kurzerhand zurück.
Die Rente mit 67, die er bis heute gegen alle Einwände verteidigt, hat der inzwischen 72-Jährige für sich selbst nicht akzeptiert. Einen Franz Müntefering im Ruhestand mag man sich auch deshalb nur schwer vorstellen. Ab und an sähe man ihn auch nach 2013 noch gern – und sei es nur für einen kurzen Satz.
19:10
...zur Kenntnisnahme-ein Kommentar ist eine rein subjktive
Reflexion irgend eines Sachverhaltes.Wie kommen Sie also dazu,
darüber zu schwadronieren das MAN den Müntefering auch nach 213
noch sehen will.SIE mögen das ja wollen.ICH nicht.Und was MAN will,
können wir beide nicht beurteilen,oder?
20:01
Die Sozialverräterschaft wird ihn die letzten Jahre begleiten. Er trägt Mitschuld am Tief der SPD, die Millionen brüskierte Wähler verloren hat. Leider stehen Politiker nie zu ihren Fehlern, das liegt wohl im Blut.