Eine Frage der Mitschuld

Was wir bereits wissen
Die Zahl der Vegetarier und der Veganer nimmt hierzulande in wirklich rasanter Weise zu.

Die Zahl der Vegetarier und der Veganer nimmt hierzulande in wirklich rasanter Weise zu. Mitverantwortlich für solches Umdenken auf der Verbraucherebene sind sicher nicht zuletzt die sonst so viel gescholtenen Medien. Mit ihren Reportagen und Service-Sendungen haben sie in den letzten Jahren notwendige Aufklärung auf breiter Front betrieben.

In der vorösterlichen Zeit kommt die NRW-Initiative zum Verbot massenhafter Kükentötung natürlich goldrichtig, schmücken am kommenden Wochenende doch in den meisten Haushalten niedliche Stoff-, Feder- und Schoko-Küken zu festlich-fröhlichen Dekozwecken Frühstückstische und Wohnzimmerregale.

Doch es bedarf eigentlich gar nicht derart emotional aufgeladener Rahmenbedingungen, um die lebensverachtende Praxis im Umfeld der Hühnerställe als unerträglich zu empfinden und entsprechend zu reagieren. Vielmehr muss die Frage gestellt werden: Warum eigentlich erst jetzt?

Tierhaltung, beziehungsweise in diesem Fall ihr unbarmherziges Gegenteil, bedarf einer grundsätzlichen Anerkennung der Schöpfung. Wer hier in bloßen Herstellungs- und Gewinneinheiten denkt und handelt, macht sich schuldig. Als Produzent wie als Konsument.