Flugzeugabsturz

Ein Schrecken ohne Ende

Rettungskräfte an der Absturzstelle des Germanwings-Airbus A320 in den französischen Alpen. Am 24. März starben hier 150 Menschen.
Rettungskräfte an der Absturzstelle des Germanwings-Airbus A320 in den französischen Alpen. Am 24. März starben hier 150 Menschen.

Die jüngsten Ermittlungsergebnisse zum Absturz der Germanwings-Maschine geben dem Schrecken eine neue Dimension: Die Katastrophe war geplant.

Man glaubte, alle fürchterlichen Fakten zum Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen erfahren zu haben – doch die jüngsten Ermittlungsergebnisse geben dem Schrecken eine neue Dimension. Copilot Andreas Lubitz, so viel scheint jetzt klar zu sein, war eine latente Gefahr.

Es war offensichtlich kein spontaner Einfall, die Maschine in den Boden zu steuern, keine Verzweiflungstat. Er hatte den Absturz lange geplant, sich vorab im Internet zum Beispiel über die Sicherheitsmechanismen von Cockpittüren informiert. Und, so unglaublich es klingt, er hatte die Katastrophe auf dem Hinflug nach Barcelona bereits geübt und mehrmals den Autopiloten manipuliert.

Lubitz litt in den vergangenen Jahren an Depressionen, galt als suizidgefährdet. Mehrfach wurde er untersucht. Doch in jedem Jahr wurde er wieder als flugtauglich eingestuft. Sicherlich muss die flugmedizinische Untersuchung mit Blick auf mögliche psychische Probleme von Piloten reformiert und verschärft werden, müssen zudem technische Systeme, wie etwa die Cockpittüren, angepasst werden.

Doch: Hätte man die Wahnsinnstat verhindern können? Hätte man ihn stoppen können? Auf diese verzweifelten Fragen wird es wohl nie Antworten geben.

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