Ein Anschlag auf unsere Freiheit

Schwer bewaffnete Täter haben die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" angegriffen, mindestens zwölf Menschen starben.
Schwer bewaffnete Täter haben die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" angegriffen, mindestens zwölf Menschen starben.
Foto: dpa

Der Mordanschlag auf die Redaktion der französischen Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" ist auch ein Angriff auf demokratische Grundfesten. Auf die Meinungsfreiheit. Auf die Pressefreiheit. Auf die Freiheit der Kunst. Und er ist in seiner Wirkung nicht auf die Grand Nation beschränkt. Das werden wir auch bei uns zu spüren bekommen.

Man kann getrost davon ausgehen, dass selbst ernannte islamische Gotteskrieger in ihrem blinden Zorn über Mohammed-Karikaturen das Redaktionsbüro mitten in Paris attackiert und mindestens 12 Menschen umgebracht haben.

Terroristen, die in ihrem ideologisch-religiösen Wahn jedes demokratische Prinzip missachten, die mit Kalaschnikows klarmachen, wo es aus ihrer Sicht langzugehen hat.

Militante, deren intellektuelle Leistungskraft das Fassungsvermögen einer Erbse nicht übersteigt – und die aufgrund ihrer Vernetzung eine Bedrohung der persönlichen und politischen Freiheitsrechte aller Demokraten sind.

Massaker in Paris schürt Ressentiments

Sie schüren mit ihrem Massaker in Paris zugleich Ressentiments und führen auf diesem Weg - sozusagen außerparlamentarisch – die schmutzige Arbeit des Front National in Frankreich, von Wilders in den Niederlanden, von Pegida und den diversen anderen Rechtsaußen in Deutschland und anderswo fort.

Wir trauern mit den Angehörigen der Opfer des feigen Anschlags auf "Charlie Hebdo". Ebenso entschlossen müssen wir bereit sein, für die Bewahrung unserer demokratischen Rechte und Freiheiten zu kämpfen.