Karstadt

Ein Anfang ist gemacht

Die Karstadt Hauptverwaltung in Essen: Es wird weniger Kündigungen geben.
Die Karstadt Hauptverwaltung in Essen: Es wird weniger Kündigungen geben.
Foto: R. Weihrauch/Archiv

Lange Zeit sah es so aus, als hätten sich Karstadt-Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter nicht mehr viel zu sagen. Man redete vor allem übereinander, aber nicht konstruktiv miteinander. Von einem hemmungslosen Sparkurs auf Kosten von Kunden und Mitarbeitern war auf Seiten der Betriebsräte die Rede. Über fehlenden Sinn für den Ernst der Lage und mangelnde Beweglichkeit wurde auf der Chefetage geklagt. Eine Annäherung erschien fast unmöglich, doch nun gibt es Bewegung. Endlich.

Es ist ein gutes Zeichen, dass sich die Karstadt-Führung mit den Betriebsräten in wichtigen Fragen einigen konnte. Es gibt weniger Kündigungen als befürchtet. Ein Teil der geplanten finanziellen Einschnitte in der Belegschaft ist vom Tisch. Klar ist aber auch, dass die Zitterpartie für viele Beschäftigte erst einmal weitergeht. Wo genau die Stellen wegfallen, ob es weitere Filialschließungen gibt – all das sind offene Fragen. Und die Forderung der Konzernführung, dass die Mitarbeiter weniger verdienen, aber länger arbeiten sollen, steht ebenfalls noch im Raum. Es bleiben harte und unruhige Zeiten für Karstadt. Aber immerhin ist ein Anfang gemacht, der etwas Hoffnung verbreitet.

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