Eigenartige Logik

Ein Kinderarzt gibt eine Masernimpfung. In Berlin ist ein Kleinkind an Masern gestorben.
Ein Kinderarzt gibt eine Masernimpfung. In Berlin ist ein Kleinkind an Masern gestorben.
Foto: Patrick Seeger

Der aktuelle Masern-Ausbruch hat in Berlin ein erstes Opfer gefordert. Dieser tragische Fall sollte zum Anlass für eine erneute Aufklärungswelle genommen werden. Impfen bedeutet Schutz. Die Masern zum Beispiel waren fast ausgerottet. Diese vermeintliche Sicherheit führt dazu, dass der Sinn von Impfungen heute manchmal in Frage gestellt wird. Gegner behaupten unter anderem, dass Impfungen Allergien auslösen. Abgesehen davon, dass die überwältigende Mehrheit aller wissenschaftlichen Studien den Nutzen der Impfungen unterstreicht: Was ist denn schlimmer? Eine Allergie oder eine Gehirnentzündung?

Eine Impfpflicht, wie von vielen gefordert, sollte nicht nötig sein. Die große Mehrheit der Deutschen ist geschützt. Davon profitieren übrigens auch die Impfgegner. Letzteren könnte eine einfache Schaden-Nutzen-Gegenüberstellung helfen. Mit noch mehr Aufklärung könnten viele Krankheiten bald ausgerottet sein. Wer könnte etwas dagegen haben?