Dortmund und sein Straßenstrich
21.03.2013 | 17:56 Uhr 2013-03-21T17:56:00+0100
Das Signal des Gerichts, das der Klage einer Dortmunder Prostituierten Recht gab, ist eindeutig: Mit dem ersatzlosen Verbot des Strichs und der radikalen Ausweitung des Sperrbezirks auf das gesamte Stadtgebiet sind die Behörden übers Ziel hinausgeschossen.
Der Dortmunder Straßenstrich wird nicht wieder geöffnet – jedenfalls nicht an der alten Stelle. Die berüchtigte Ravensberger Straße im Norden der Stadt mit ihrer Magnetkraft für Freier aus der ganzen Region, aber eben auch für Frauen aus Südosteuropa samt ihrer dubiosen Hintermänner, bleibt für die Prostitution „geschlossen“. So haben es die Gelsenkirchener Richter gestern entschieden.
Aber das Signal des Gerichts, das der Klage einer Dortmunder Prostituierten Recht gab, ist dennoch eindeutig: Mit dem ersatzlosen Verbot des Strichs und der radikalen Ausweitung des Sperrbezirks auf das gesamte Stadtgebiet sind die Behörden übers Ziel hinausgeschossen. Kommt es nicht zur Revision des Urteils, muss Dortmund, wohl oder übel, demnächst ein neues Terrain für die Straßen-Prostitution suchen – ob die Mehrheit der Bevölkerung das nun will oder nicht. Der Streit darüber ist programmiert.
12:38
Wenn man nun unbedingt eine Straße dafür braucht, dann pflastert doch eine auf die grüne Wiese. Auf jede Seite eine Schranke mit Münzeinwurf, und schon haben wir einen sich selbst finanzierenden Straßenstrich. Und Felder gibts in Dortmund doch genug dafür!
09:09
Prostitution ist vielleicht kein ehrbarer aber ein legaler Beruf. Besser die Einwohner aus Plovdiv verdienen sich so ihr Geld als auf anderen, weniger legalen Wegen.
23:58
Richtig, die Stadt sollte jedwede Infrastruktur-Maßnahmen, egal für welches Gewerbe, komplett einstampfen. So kommt garantiert jede Menge Kohle zusammen und dann muss nur noch die Frage geklärt werden: für wen eigentlich, wenn Keiner mehr da ist?
23:34
Nach meinem Verständnis würde es ausreichen, den Teile des Stadtgebiets vom Sperrbezirk auszunehmen.
Hier kann die Stadt ja sehr kreativ werden, falls das Urteil nicht mehr korrigiert werden kann.
Es muss ja keine verkehrsgünstige Lage sein.
Es bleibt auch zu hoffen, dass die Stadt aufhört, die Prostitution zu unterstützen (Material, Betreuer etc).