Dobrindt muss umsteuern

Dass die Front des Widerstands gegen die Pkw-Maut so breit ist, müsste auch ihren größten Förderer, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, langsam ins Grübeln bringen. Aus Brüssel kommt Sperrfeuer, von der Opposition sowieso, aus den Grenzregionen, von Datenschützern – und alle Kritiker führen durchaus gute Argumente ins Feld. Doch der CSU-Mann schwadroniert weiter über sein vermeintlich alternativloses Projekt, das wenig Ertrag, hohen bürokratischen Aufwand und erheblichen juristischen Streit nach sich ziehen wird. Warum steuert der Mann nicht um? Wenn schon eine Maut, dann eine steuerliche, die stärker die Emission berücksichtigt oder die gefahrenen Kilometer. Das bringt viel – und zwar ohne Bürokratie und ohne Ungerechtigkeiten.