Kommentar

Die Wut der Raucher - ein Kommentar

Der Staat verbietet niemandem grundsätzlich das Rauchen, er schützt die Gesundheit der Nichtraucher, die auf Rücksichtnahme nicht hoffen können.
Der Staat verbietet niemandem grundsätzlich das Rauchen, er schützt die Gesundheit der Nichtraucher, die auf Rücksichtnahme nicht hoffen können.
Foto: dpa

Das Gesetz zum Nichtraucherschutz treibt Schützen, Wirte und Karnevalisten auf die Straße, und das ist ihr gutes Recht. Die rot-grüne Landesregierung hat endlich das durchgesetzt, womit sich ihre schwarz-gelben Vorgänger bei Rauchern und Nichtrauchern gleichermaßen lächerlich gemacht hatten.

Essen.. Schützen, Wirte und Karnevalisten bei einer Demonstration – ein exotischer Anblick. Das Gesetz zum Nichtraucherschutz treibt sie auf die Straße, und das ist ihr gutes Recht. In der Sache freilich hat die rot-grüne Landesregierung endlich das durchgesetzt, womit sich ihre schwarz-gelben Vorgänger bei Rauchern und Nichtrauchern gleichermaßen lächerlich gemacht hatten.

Die Raucherfraktion bemüht sich, ihren Protest in höhere Sphären zu hieven, indem sie das Qualmen in der Kneipe zur Grundsatzfrage einer liberalen Gesellschaft hochstilisiert, in der die Selbstbestimmung attackiert wird. Aber das trägt nicht: Der Staat verbietet niemandem grundsätzlich das Rauchen, er schützt die Gesundheit der Nichtraucher, die auf Rücksichtnahme nicht hoffen können. Er schützt damit nicht nur die Gäste. In der Gastronomie arbeiten mehr als eine Million Menschen.

Und an die Weltuntergangsheraufbeschwörer: Der Blick ins Ausland und auch ins trinkfreudige Bayern zeigt, Kneipen und Zelte sind weiter voll.

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