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Die Unis brauchen klare Ansagen

25.09.2012 | 18:13 Uhr
Die Unis brauchen klare Ansagen
Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat den Ernst der Lage an den Hochschulen anscheinend erkannt.Foto: dapd

Spät, hoffentlich nicht zu spät hat Hochschulministerin Schulze den Ernst der Lage an den Hochschulen erkannt.

Um das absehbare Chaos durch den Ansturm des doppelten Abiturjahrgangs 2013 abzumildern, werden in einem beispiellosen Akt freihändiger Haushaltspolitik satte 820 Millionen Euro unter die Rektorate gebracht. Es sind Mittel,die weder in einem Haushaltsplan bilanziert, noch mit dem Bund abgestimmt sind. Not kennt offenbar kein Gebot.

Trotz aller Kreativität im Umgang mit Platz- und Betreuungsnöten brauchen die Unis finanzielle Planungssicherheit, um die Rekordzahl von Erstsemestern aufzunehmen. Verlässliches gibt es bis heute nicht, obwohl der doppelte Abi-Jahrgang und die steigenden Studentenzahlen lange absehbar waren. Ob Schulzes Rechnung aufgeht, wird sich zeigen. Vorerst regiert in Düsseldorf das Prinzip Hoffnung.

Tobias Blasius

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