Die Polizei sorgt für unsere Sicherheit

Die Polizeigewerkschaft tut das, was Gewerkschaften tun müssen: Sie fordert mehr Personal, um ihre Arbeit erledigen zu können. Was jetzt in Duisburg-Marxloh geschehen ist, sorgt für die nötige Resonanz in einer Gesellschaft, die sich Spannungen in Vierteln mit sozialem Zündstoff gerne schönredet. Die Menschen, die dort leben, kennen das zur Genüge.

Bei der Suche nach Konzepten für Integration und Befriedung hilft dramatisierende Zuspitzung wenig. Es gibt bei uns an Rhein und Ruhr keine „No-Go-Areas“ – also Straßenzüge, in denen sich die Bürger – und auch die Polizisten – nicht sicher bewegen können. Es darf sie auch nicht geben, denn es gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Staates, für die Sicherheit seiner Bürger zu sorgen. Jederzeit und überall.

Wenn Rocker sich auf unseren Straßen bekriegen, und wenn zugewanderte libanesische Clans unsere Regeln ignorieren, schreitet die Polizei ein. Das tut sie effektiv. Das hat sie auch in Marxloh getan. Dabei haben die Beamten wieder ihre Gesundheit riskiert. Das gehört zu ihrem gefährlichen Beruf. Dafür kann man nicht genug danken.

Für diese Arbeit brauchen Polizisten die Unterstützung der Politik. Die Polizei muss personell in der Lage sein, in diesen Vierteln Präsenz zu zeigen. Dazu passt es nicht, Polizeiwachen zu schließen. Das Land muss sparen – aber bitte nicht an unserer Sicherheit!