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Die Ohnmacht der Weltgemeinschaft

22.08.2013 | 16:01 Uhr
Die Ohnmacht der Weltgemeinschaft
Grauenhafte Bilder – Sterbende, Tote, zahllose Kinder, wer kann das ertragen? Foto: Local Committee of Arbeen/epa
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100.000 Menschen in Syrien starben, wann sind es genug? Doch die Drohgebärden des Westens wirken hohl. So lange sich die Staaten nicht einig sind, ist eine Lösung fern. Nicht einmal auf eine offizielle Untersuchung des Angriffs konnte sich der UN-Sicherheitsrat einigen.

Grauenhafte Bilder – Sterbende, Tote, zahllose Kinder, wer kann das ertragen? Es ist eine menschenverachtende Szenerie, in der man sich nicht einmal über die zynische Frage wundert, ob die Rebellen das Massaker selbst veranstaltet haben, um die Weltöffentlichkeit auf ihre Seite zu ziehen? Mindestens ebenso wahrscheinlich ist die Version, dass der syrische Despot sein Volk vergasen lässt, um jener Weltgemeinschaft ihre Ohnmacht vor Augen zu führen. Und zwar dann, wenn deren Vertreter genau hinsehen.

Die Drohgebärden des Westens wirken hohl. Auf welche Seite soll man sich schlagen? Auch den Rebellen geht es nicht mehr nur um Demokratie und Freiheit. So lange sich die Staaten nicht einig sind, ist eine Lösung fern. Nicht einmal auf eine offizielle Untersuchung des Angriffs konnte sich der UN-Sicherheitsrat einigen – Moskau und Peking sperrten sich. 100.000 Menschen starben, wann sind es genug?

Christopher Onkelbach

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