Kriegsende

Die Lehre aus dem 8. Mai 1945

Kinder spielen in den Kriegstrümmern: Am 8. Mai 1945 begann eine Zeit der Hoffnung.
Kinder spielen in den Kriegstrümmern: Am 8. Mai 1945 begann eine Zeit der Hoffnung.
Foto: picture alliance / dpa

Der 8. Mai 1945 war für viele, die ihn erlebten, ein Tag zwiespältiger Gefühle. Der Krieg – verloren. Das Zuhause – zerstört. Die Zukunft – ungewiss. Gleichzeitig aber schwiegen endlich die Waffen. Vorbei die Nächte im Luftschutzkeller, die Angst vor den Bombern. Bei aller Entbehrung und Armut während des mühsamen Wiederaufbaus, war der 8. Mai doch ein Tag der Befreiung; auch wenn es Jahrzehnte dauerte, bis sich diese Einsicht endgültig durchsetzte.

Der 70. Jahrestag des Kriegsendes lässt uns den Blick aber auch auf die Gegenwart richten. Es herrscht noch immer (Bürger-)Krieg – in Syrien und Afghanistan, im Irak und in Libyen, in Nigeria und Mali. Und auch in Europa schwelt ein militärischer Konflikt: Im Osten der Ukraine wird immer noch gekämpft, sterben weiterhin täglich Menschen. Die Gefahr einer Ausweitung der Kämpfe ist längst nicht gebannt.

Deutschland muss sich entscheiden wie es sich verhält: Entsendung von Soldaten (Afghanistan), Waffenlieferungen (Irak), medizinische Hilfe (Mali). Sich heraushalten, wo Krieg und Terror herrschen, ist keine Option mehr. Das ist auch eine Lehre aus dem 8. Mai 1945.