Hochwasser

Die Bahn und die Flut – Sicherheit geht vor

An normalen Tagen lässt sich über die Bahn und ihre Versäumnisse trefflich meckern. Zu spät. Zu unflexibel. Zu unsauber. Doch diese Tage der Elbeflut sind besondere. Besonders problematische. Die Bahn kann sie nicht lösen. Sie kann nur improvisieren. Angesichts der Zerstörungen, die die Flut im Süden und Osten Deutschlands angerichtet hat, ist es erstaunlich, dass überhaupt so viele Züge rollen und die Folgen sich bundesweit nicht noch heftiger auswirken. Die Berlin-Trasse ist eine zentrale deutsche Verkehrsachse. Und so ein getakteter Fahrplan ist wie eine Tischdecke: Ziehst du an der einen Seite, merkst du’s unweigerlich an der anderen. Zu eng verzahnt sind die Ein- und Ausfahrten der Züge. Dass man die jetzt noch überspülten Strecken erst nach gründlicher Prüfung wieder in Betrieb nehmen will, ist die richtige Entscheidung. Sicherheit geht vor.

Auch wenn die Fahrgäste dafür bis auf Weiteres erhebliche Verspätungen in Kauf nehmen müssen.

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