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Arbeitskosten

Die alte Leier der Standortfrage

26.03.2013 | 18:22 Uhr
Die alte Leier der Standortfrage
Frank MeßingFoto: Bernd Lauter/WAZ FotoPool
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Die Reaktion war vorhersehbar: In Deutschland steigen die Löhne und schon stimmen Wirtschaftsfunktionäre die alte Leier an und stellen die Standortfrage. Neben den hohen Energiepreisen trügen nun auch die Arbeitskosten dazu bei, dass Deutschland an Wettbewerbsfähigkeit einbüße, klagt der Groß- und Außenhandelsverband.

Dabei weist das Statistische Bundesamt auch darauf hin, dass zwischen 2001 und 2010 die Arbeitskosten hierzulande deutlich geringer gestiegen sind als im EU-Schnitt. Das satte Plus in den beiden Jahren danach lässt sich also mit einem gewissen Nachholbedarf für die deutschen Arbeitnehmer erklären. Und: Mit 31 Euro pro Stunde liegt die Bundesrepublik längst nicht an der Spitze in Europa. Schweden, Belgier, Franzosen und andere zahlen deutlich mehr.

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29.03.2013
10:31
Zutreffend: Alte Leier - zudem falsch gestimmt
von sichau1 | #2

Maßgeblich sind in der Tat die Lohnstückkosten (Lohn im Verhältnis zur Arbeitsergiebigkeit / Produktivität) - und da sollte sich niemand durch die Arbeitskosten ablenken lassen!!
Außerdem: Wie kann ein "Exportweltmeister" Standortprobleme haben? Ohne das wichtige außenwirtschaftliche Gleichgewicht (Gesetzesrang!!) hat Deutschland maßgeblich zu den Problemen des Euro-Raumes beigetragen; denn: die Exporte des Einen sind stets die Schulden des Anderen (Importeurs) - ggf. bis er nicht mehr zahlen kann ....
Schließlich: Eine gute Binnennachfrage ist für wirtschaftliche Stabilität außerordentlich wichtig. Und da hat Deutschland auch im europäischen Interesse noch eine Menge nachzuholen - Maßstab dabei ist: Europäisch vereinbarte Zielinflationsmarke von 2% plus Anteil am Produktivitätsfortschritt.
Dazu sind als Sozialpartner selbstverständlich ausgeschlafene und starke Gewerkschaften bedeutsam - was weder eine "marktkonforme Demokratie" noch einen "Gewerkschaftsstaat" bedeutet und bringt!

26.03.2013
23:18
Die alte Leier der Standortfrage
von Karlot | #1

Und wie bereits an anderer Stelle gesagt: maßgeblich sind die Lohnstückkosten und nicht die Stundenlöhne.

1 Antwort
Lohnstückkosten - Irreführung Arbeitskosten
von sichau1 | #1-1

Wer Arbeits- statt Lohnstück-Kosten sagt, will offensichtlich verunsichern und in die Irre führen.
Deshalb: Vorsicht bei diesen Rattenfängern!

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