Diskotheken-Schließungen

Die Alarmglocken schrillen

Man mag Diskotheken-Schließungen im ländlichen Raum als Zeichen der Zeit ansehen. Das Freizeitverhalten der Generation Internet hat sich verändert. Wo vor zehn Jahren noch junge Frauen und Männer freitags und samstags in eine Diskothek gegangen sind, um zarte Bande zu anderen Menschen zu knüpfen, ist heute für viele junge Leute das weltweite Netz der Ort des Kennenlernens. Man kann diese Entwicklung beklagen, aufhalten wird man sie nicht.

Die Alarmglocken freilich müssen schrillen, wenn ­Diskotheken auf dem Land schließen müssen, weil
die Zielgruppe - also jüngere Menschen - konti­nuierlich schrumpft. Dass es junge Leute verstärkt in die (Groß-)Städte zieht und eine Überalterung auf
dem Land längst eingesetzt hat, ist keine neue ­wirklich Erkenntnis. Auch nicht, dass die Bevölkerungszahl
aufgrund des demografischen Wandels insgesamt ­zurückgeht.

Das Problem ist, dass die Landflucht gefördert wird, wenn man jungen Menschen fernab der Metropolen ­keine Freizeitmöglichkeiten, keinen Treffpunkt anbieten kann. Vor diesem Hintergrund war und ist die Dorf-Diskothek ein wichtiger Faktor für die Attraktivität eines Ortes. Sie kann Heranwachsenden vor Augen führen, dass das Leben auf dem Land lebenswert ist.

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